Wo bist du nur, Traumhaus?

von Julia Tuma
Traumhaus_Beitragsbild

Wir haben unser neues Zuhause endlich gefunden. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Heute möchte ich euch ein wenig über unsere Haussuche erzählen. 

Die Traumvorstellung

Schon seit längerem haben wir immer mal wieder auf dem Immobilienmarkt die Augen auf gehalten und das ein oder andere Objekt besichtigt. In unserer Vorstellung wollten wir am besten in ein fertiges, aber noch relativ junges, freistehendes Häuschen einziehen, mit kleinem Garten und am besten mit einem extra Gästezimmer. Da wir beide absolut keine Ahnung vom Bauen haben und nicht besonders handwerklich begabt sind, kam ein renovierungsbedürftiges Haus für uns anfangs eigentlich nicht in Frage. Als ich vor einem Jahr mit unserem Sohn schwanger wurde, hat sich die Suche plötzlich intensiviert, schließlich leben wir momentan zur Miete in einer Doppelhaushälfte, die zwar recht viel Platz, jedoch nur zwei Zimmer hat – auf Dauer hätten wir dort also nicht mehr bleiben können. Auf große Renovierungsarbeiten hatten wir mit Baby natürlich noch weniger Lust.

Die Optionen

Wir haben im Laufe des letzten Jahres bestimmt 15 Häuser besichtigt, wovon wir eins sogar kaufen wollten. Bis wir aber die offizielle Finanzierungsbestätigung von der Bank hatten, war das dann aber leider schon verkauft. Außerdem hatten wir uns überlegt, selbst zu bauen, hatten uns bei einigen Fertighausanbietern informiert und bei einem sogar schon das Bemusterungshaus angeschaut. Da die Grundstücksituation in unserer Gegend momentan aber so gar nicht rosig aussieht und wir uns in meiner Elternzeit auch keine Doppelbelastung während der Bauphase hätten leisten können, mussten wir diesen Gedanken wieder verwerfen. 

Der Fund

Je länger wir gesucht haben, desto klarer wurde uns, was wir eigentlich suchten, bzw. was uns wirklich wichtig war und vor allem, wie gerne wir in unserem Ort wohnten, in den wir vor vier Jahren zugezogen sind. Ausgerechnet bei uns war im ganzen Jahr aber kein einziges Haus in den Online-Portalen zum Verkauf zu finden – obwohl man ständig leerstehende Häuser sah und welche, die neu renoviert wurden. Es ging also alles unter der Hand weg, oder wird gehalten. Gegen Ende des Jahres wurden dann plötzlich ein paar wenige Häuser inseriert, die eine dreiviertel Million aufwärts kosten sollten und ziemlich alt und renovierungsbedürftig waren. Somit haben wir also schon gar nicht mehr damit gerechnet überhaupt noch etwas im Ort zu finden – bis wir durch unsere neuen Nachbarn Anfang des Jahres von einem freistehenden Reihenmittelhaus erfuhren.

Und so haben wir unser Häuschen gefunden. Und natürlich entspricht es den wenigsten unserer anfänglichen Vorstellungen :D, wie sollte es auch anders sein. Es ist nicht freistehend und muss komplett saniert und renoviert werden. Das einzige was erstmal nicht sofort gemacht werden muss, hoffentlich, ist das Dach. Da das Dachgeschoss ausgebaut ist, kann man allerdings nicht so richtig unter den Dachstuhl schauen, deswegen hoffen wir, dass uns da keine böse Überraschung erwartet. Aber tatsächlich hat es alles, was wir brauchen: einen kleinen Garten, genügend Zimmer und es befindet sich in unserem Wohnort, der mittlerweile einfach zu unserem Zuhause geworden ist. Und so können wir es uns wenigstens nach unseren Vorstellungen gestalten.

Nun steht uns also ein neues Abenteuer bevor. Wir sind absolute Laien, aber überzeugt davon, dass wir das irgendwie hinbekommen werden. Am Anfang fühlt man sich ja immer etwas überfordert, alles ist neu, so viele Informationen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, aber Übung macht den Meister. Und auf diese Renovierungs-Reise möchten wir euch die nächsten Monate gerne mitnehmen, um zu zeigen, dass es möglich ist, auch wenn man erstmal absolut keine Ahnung hat, totales Neuland begeht und obendrein noch ein Baby hat. 

Unsere Tipps zur Eigenheim-Suche:

  • Überlegt, wonach ihr sucht, schaut aber auch Objekte an, die etwas von euren Vorstellungen abweichen – die Wünsche ändern sich während der Suche und je mehr man besichtigt, desto mehr kristallisiert sich raus, was einem wirklich wichtig ist. Und manchmal wird man auch positiv überrascht.
  • Erzählt so vielen Leuten wie möglich von eurer Suche – wer weiß, vielleicht weiß jemand von euren Bekannten von einem Objekt, das privat verkauft wird.
  • Die meisten Makler nehmen momentan keine Kaufgesuche an, weil der Markt dies nicht notwendig macht – sie verkaufen auch so ohne Probleme. Nachfragen lohnt sich aber trotzdem. Ein Makler der Sparkasse hat uns erzählt, dass er die meisten Häuser direkt an seine Suchenden verkauft und diese nie als Inserat irgendwo auftauchen.
  • Richtet euch die Benachrichtigungsfunktion der Immobilienportale ein – die guten Häuser gehen so schnell weg, wir haben von vielen Maklern nicht mal Antworten auf unsere Anfragen bekommen.
  • Zieht auch andere Quellen wie Zeitung, eBay-Kleinanzeigen oder direkte Anfragen bei der Gemeinde in Betracht – je breiter eure Suche gefächert ist, desto höher stehen die Trefferquoten.
  • Ruft den Makler bzw. Besitzer, je nachdem mit wem ihr den Termin habt, vor dem Besichtigungstermin nochmal an. Wir wurden auch schon von einem Makler versetzt. Als wir dann angerufen haben, weil uns niemand aufgemacht hat, stellte sich raus, dass die Besitzer doch nicht mehr verkaufen wollten und der Makler vergessen hatte uns zu benachrichtigen. Das war zum Glück bei uns um die Ecke, bei allen folgenden Besichtigungen haben wir dann vor Abfahrt einfach nochmal den Termin telefonisch bestätigen lassen.
  • Nicht den Mut verlieren! Diese Suche kann manchmal ganz schön frustrierend werden, vor allem wenn man das Gefühl hat, dass der Markt nichts passendes und erschwingliches zu bieten hat – es ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten und plötzlich findet man genau das Richtige – selbst wenn es ganz anders ist, als man anfangs erwartet hat.

Wenn ihr Fragen habt, euch bestimmte Themen besondern interessieren, ihr Tipps für unser Projekt habt oder eure Erfahrungen teilen möchtet, freuen wir uns immer gern über eure Nachrichten!

Ihr wollt wissen wie es weiter geht? Erfahrt hier, was sich vom Besichtigungstermin bis zum Notartermin getan hat!

0 Kommentar
1

Das könnte dir auch gefallen

Was sagst du dazu?