Einzug ins Eigenheim – es ist vollbracht!

von Julia Tuma
Kind zieht aus

Wir haben es geschafft! Nach fast genau einem Jahr seit dem ersten Besichtigungstermin sind wir nun endlich in unser Eigenheim eingezogen. Heute möchte ich über den Umzug und Einzug an sich sowie die ersten Tage und Wochen im neuen Heim berichten. In nächster Zeit werden aber auch noch verschiedene Beiträge zur Renovierungszeit folgen, um da ein paar Lücken zu füllen 😉 Die letzten Monate war einfach so viel los, dass zum Schreiben kaum noch Zeit blieb.

Altes aufgeben

Unser großes Ziel war es, bis Ende 2020 eingezogen zu sein. Da ich im Oktober wieder in meinen alten Job eingestiegen bin und wir beide somit wieder berufstätig waren, haben wir uns mit Kleinkind dazu entschieden, den Innenausbau an eine Fachfirma abzugeben. Damit war abzusehen, dass wir unser Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit einhalten konnten. Na klar, die ganze aktuelle Situation hat natürlich auch uns ein gewisses Gefühl von Unsicherheit gegeben. Was wenn Handwerker plötzlich auch die Arbeit einschränken müssen? Was wenn unsere Handwerker krank werden und die ganze Firma in Quarantäne muss?

Dennoch haben wir alles auf eine Karte gesetzt und unsere Wohnung auf Ende Dezember gekündigt. Anfang Dezember wurde unsere Küche geliefert und einen Tag vor Weihnachten wurden unsere Handwerker mehr oder weniger mit dem Innenausbau fertig. Wir haben ein paar Tage vor Umzug bereits begonnen unser Hab und Gut in Kartons zu packen und konnten es nicht mehr abwarten, dass das Chaos endlich ein Ende hatte.

Der Tag des Umzugs

So dachten wir zumindest. Tatsächlich haben wir am 23.12. mit dem Umzug angefangen und etwa 5 Tage gebraucht, um unser ganzes Zeug von A nach B zu bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so lang brauchen würden – und dass wir so viel Zeug auf dem Dachboden angesammelt hatten. Mit einem kleinen Anhänger, den wir uns von einem netten Nachbarn geliehen haben, transportierten wir abwechselnd Kartons, Pflanzen und die paar Möbel, die wir hatten, von der Wohnung zum Haus. Oma hat in der Zwischenzeit das Lönchen bespaßt.

Außerdem haben wir den Abend vorm Umzug noch auf Ebay Kleinanzeigen (Werbung, unbeauftragt) nach Möbeln geschaut. Das meiste hatten wir in der alten Wohnung mit gemietet, weshalb wir uns noch mindestens um eine neue, alte Couch kümmern wollten. Tatsächlich haben wir zwei super erhaltene Couches, ein Bett und vier Esszimmerstühle in der Rubrik “zu verschenken” gefunden. Diese neuen Schätze haben wir dann auch mit dem Hänger geholt und waren stolz wie Bolle. Einen Esstisch gab es dann noch von anderen netten Nachbarn geschenkt und somit war unsere Grundausstattung gesichert. Ihr merkt schon, wir sind in eine verdammt freundliche Nachbarschaft gezogen. Wir sind sowas von dankbar, was die schon alles während es letzten Jahres getan haben, um uns zu unterstützen und haben schon alle sehr ins Herz geschlossen.

Die ersten zwei Tage sind wir uns dann auch überwiegend mit den Handwerkern, die noch die letzten Kleinigkeiten fertig stellen mussten, gegenseitig auf den Füßen rumgetrampelt. Das Schöne war aber, dass wir schon am 23. 12. die erste Nacht im neuen Heim verbringen konnten! Was für ein tolles Gefühl und gleichzeitig so komisch und verrückt. Da kommen einem so Gedanken wie: “Das ist jetzt dein Zuhause. War das die richtige Entscheidung? Hier wohnt ihr jetzt, das habt ihr gekauft. Werden wir hier glücklich?” Am zweiten Abend kamen dann aber schon eher Gedanken wie: “Wow, wie sich das Haus in den letzten Monaten einfach verändert hat! Was wir alles geschafft haben!” Voller Begeisterung bin ich in Gedanken jeden Raum durchgegangen und habe mir vor Augen geführt, was sich alles verändert hat – da wird man sich erstmal so richtig bewusst, was man die letzten Monate alles geleistet hat.

Umzugswagen
Mit diesem coolen Gefährt haben wir Kisten, Möbel und Pflanzen transportiert – natürlich hat es die meiste Zeit geregnet, ist doch klar 😉

Die letzten Schritte

Zwischen Weihnachten und Neujahr hieß es dann für uns noch die alte Wohnung wieder herrichten. Meine liebe Freundin Eileen hat uns geholfen, die komplette Wohnung in zwei Tagen zu streichen! Danke nochmal, ohne dich hätten wir das nicht geschafft! Außerdem mussten einige Stellen neu Tapeziert werden – ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle raus an unsere Katzen Coco und Brownie! Ihr habt uns gelehrt, dass wir im Haus besser Putz als Tapete an die Wände bringen sollten. Und dann hieß es noch zwei Tage lang alles blitzeblank zu putzen. Da wir ja Möbel und zum Teil sogar Geschirr etc. mit gemietet haben, wurde in unserem Mietvertrag direkt festgehalten, dass besenrein nicht reicht, sondern alles professionell gereinigt werden muss. Zum Glück hab ich während meines Studiums unter anderem eine Zeit lang als Reinigungskraft gejobbt, somit würde ich meine Putzkünste durchaus als “professionell” bezeichnen.

Fünf Tage haben wir von morgens bis abends in der Wohnung verbracht und Lono vielleicht eine Stunde am Tag gesehen. Die ganze Zeit hat sich Oma ganz lieb um ihn gekümmert und sich mit ihm beschäftigt. War eine ziemlich harte Zeit. Am 31.12. um 12.00 Uhr mittags haben wir dann die Schlüssel übergeben. Und somit das Kapitel endgültig abgeschlossen. Wir haben unsere Wohnung wirklich geliebt und doch hat sich dieser Schritt jetzt so richtig angefühlt und wir waren vor allem froh, dass dieses ewige Hin und Her zwischen Wohnung und Baustelle somit endlich ein Ende hatte.

Durchatmen im neuen Heim

Und am 1.1.2021 haben wir dann erstmal ganz bewusst gar nichts gemacht! Hat sich toll angefühlt. Und außer, dass wir danach beide wieder arbeiten mussten, hat sich daran auch noch nicht so viel verändert. Wir merken, dass wir einiges an Ruhe und Entspannung aufzuholen haben und nehmen uns öfter mal die Zeit einfach auf der Couch zu sitzen oder intensiv Zeit mit Lono zu verbringen – Dinge, die die letzten Monate einfach viel zu kurz kamen. Klar gibt es immer noch eine Menge zutun, zum Beispiel habe ich es immer noch nicht geschafft nach der Renovierung mal alle Fenster gründlich zu reinigen, aber unsere Hausfronten bestehen auch gefühlt zu 50% aus großen Fenstern.

Es gibt auch noch einiges an Möbeln, Lampen und ähnlichem zu besorgen oder Kleinigkeiten zu erledigen, wie Treppengeländer neu lackieren und die letzten Kartons auszupacken. Aber das hat alles Zeit. Wir können jetzt erstmal ankommen und der Rest kann nach und nach gemacht werden. Ich gewöhne mich sogar an unsere teils geschenkten und teils günstig auf Ebay Kleinanzeigen geschossenen Möbel, die eigentlich nur als Übergangslösung dienen sollten und frage mich, ob es wirklich mehrere tausend Euro wert ist, sich das alles neu anzuschaffen. Machen uns teure, neue, schicke Möbel wirklich glücklicher? Ich hatte mich ja eigentlich voll darauf gefreut hier alles schön abgestimmt und ganz nach unserem Geschmack einzurichten. Aber mittlerweile glaube ich, wir können das Geld anderweitig viel sinnvoller nutzen.

Mal sehen, wahrscheinlich wird es eine Kompromisslösung werden – neuer Fernseher für Philipp, auf den er sich seit Jahren freut und dafür ein paar Möbel vielleicht doch gebraucht aber gut erhalten auf Ebay kaufen. Momentan haben wir jedenfalls alles, was wir brauchen! 🙂 Und nun freuen wir uns auf die kommende Zeit in den eigenen vier Wänden.

Wenn ihr mehr zu unserer Haussuche lesen wollt, schaut doch mal zu diesem Beitrag: Wo bist du nur, Traumhaus?

Was denkt ihr, lohnt es sich einmal alles an Einrichtung neu zu kaufen, um es dann so schön zu haben, wie man es sich vorstellt oder sagt ihr, mit kleinem Kind lieber erstmal gebrauchte, günstige Möbel nehmen und in ein paar Jahren vielleicht nach und nach ersetzen? Wir freuen uns auf eure Meinung!

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